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Montag, 23. November 2009

Von den Islas del Rosario über Cartagena nach Taganga

Ich bin in Taganga angekommen und habe einen neuen Computer als Kampfpartner gefunden. Ich habe mich darum heute auch entschieden, um einen Asus Eee PC zu kaufen. Viele Backpacker schleppen ein Netbook mit sich herum... sind klein und praktisch und vor allem auch ziemlich billig.

Ich bin jetzt im Poseidon Dive Center und werde morgen meinen 3-tägigen PADI Open Water Diver Tauchkurs mit einem Dänen zusammen anfangen... das Ganze kostet 600'000 Pesos (inkl. Hotel), das sind unschlagbare 300 Franken.

Schreibe nun gerade im Empfang des Tauchzentrums und muss vor 19 00 den Computer abschalten... Lade darum zuerst einmal die Fotos hoch und schreibe dann wenn ich Zeit habe einen Kommentar dazu.

Das sehr beeindruckende Castillo San Felipe de Barajas. Eine der wichtigsten spanischen Festungen auf dem südamerikanischen Kontinent. Cartagena war eine Stadt, die konstant von Piraten, den Grossmächten und den Piraten der Grossmächte überfallen wurde. Sehr spannend sind auch die unterirdischen Gänge im Castillo.
Vogel
Koloniale Strassen in Cartagena
Polizei in der Ciudad Amurallada
Auf den Mauern von Cartagena

Leider bin ich nie dazu gekommen, alle Fotos von Cartagena und von meinem Ausflug zu den Islas del Rosario, der übrigens sehr touristisch war und nicht unbedingt zu empfehlen ist, hochzuladen und gebührend zu kommentieren. Ich werde aber sicher wieder einmal nach Cartagena gehen. Die soll der billige Trost sein.

Freitag, 20. November 2009

Cartagena - Primeras Impresiones

Ich sitze schon seit einiger Zeit hier und kämpfe mit dem Computer meines Hostels (Casa Viena). Die Computer haben einfach nicht genügend Leistung, um meine Fotos von meiner Kamera runter zu laden. Habe ein wenig Angst, dass meine SD Karte kaputt geht.

Zur Geschichte: Bin vorgestern Morgen in Cartagena angekommen. Nach einer Hitze-Siesta gab's den ersten Ausflug in die Altstadt: Die Puerta del Reloj. Vielleicht hätte mir dieses Buch eine Antwort auf meine tiefgründigen Fragen zum Sinn des Lebens geben können
Pimp my driver (hat ja schon einen BMW Z4 - da gibt's nicht mehr viel zu pimpen)
Die Kathedrale von Cartagena
Das Teatro de Heradia
Cartagena ist eine der ältesten kolonialen Städte Südamerikas und war ein wichtiges Handelszentrum. Nachdem Francis Drake die Stadt 1585 attackiert hatte, beschlossen die Spanier, eine riesige Befestigungsmauer um die Stadt herum zu bauen. Ausserdem hat Cartagena die grösste koloniale Befestigungsanlage, welche je durch Spanien gebaut wurde: El Castillo de San Felipe de Barajas... dort war ich übrigens heute, aber eben: die Fotos...

Ausserdem ist Cartagena berühmt für seine kolonialen Häuser und die Balkone
Ich habe die beiden 3 Stunden später wieder gesehen: Sie schleppte das Stativ immer noch mit sich herum.
Das Cafe del Mar... schöner Ort, sehr langsame Bedienung.
Koloniales Schmuckstück

"Ey Andrés! El gringo está tomando fotos de tu sancocho!"
Am Tag danach ging ich mit einem Boot voller Kolumbianer auf eine Tour zu den Islas del Rosario. Die Tour war eher mittelmässig (anscheinend ist der südliche Teil des Parks viel besser). Das Beste waren die Kolumbianer, die aus der Bootsfahrt eine grosse Fiesta mit viel Aguardiente machten und auf dem Boot herum tanzten. Schon ein wenig anders als eine Sightseeingtour auf dem Vierwaldstätersee.

Cartagena und die kolumbianische Post

Ich bin gerade in Cartagena angekommen: Es ist verdammt heiss hier!!! Kein Vergleich zu Medellín. Dazu kommt noch der etwas traurige Abschied von Anasol und von Medellín... ich nehme mir jetzt etwas Zeit um mich zu akklimatisieren.

Und wie verbringt man den letzten Nachmittag mit der Gastgeberin der letzten zwei Monate? - Mit einem 4-stündigen Spiessrutenlauf durch die Stadt, in der Mission ein Paket und einige Postkarten nach Europa zu verschicken.

Laut Lonely Planet ist die Post in Kolumbien teuer und "highly ineffective" - how true. Anscheinend wurde der Postdienst privatisiert (Wikipedia) und der Staat ist nur noch Besitzer der Firma Adpostal (lustigerweise gibt es von dieser Firma nur eine Homepage für Kinder).

Dies führt zu einigen bizarren Auswüchsen... z.B. könnte man von der privaten Firma Deprisa ein Paket in die Schweiz schicken, darf dabei aber nicht die Kartonkisten benutzen, die mit Deprisa angeschrieben sind (dazu kommt noch, dass es in Medellín nicht einmal in der grössten Supermärkten - und von denen hat es einige - Kartonkisten zu kaufen gibt).

Um die Geschichte ein wenig abzukürzen: Schlussendlich haben wir wirklich eine Post (und eine Kartonkiste) gefunden und die Familie Herrmann wird ihre Weihnachtsgeschenke erhalten. Als dann die vermeintlich einfacheren Postkarten dran kamen, stellte sich heraus, dass die nette, aber definitiv nicht sehr erfahrene Mitarbeiterin von Adpostal noch nie in ihrem Leben eine Postkarte gesehen hat: "Was die schickt man einfach so?" - "Ohne Umschlag?" - "Und was ist der Sinn davon?"

Sie begann dann, die Karten fein säuberlich zu registrieren... ich fragte mich zwar schon, wieso, aber half ihr dann trotzdem, die komischen deutschen Namen zu buchstabieren. Als wir gingen, stellte sich heraus, dass sie all die Postkarten eingeschrieben verschickt hat. Wenn also in nächster Zeit jemand extra auf die Post gehen muss, um eine eingeschriebene Postkarte von mir abzuholen: Ich habe sie mit Herzblut geschrieben und mit noch mehr Herzblut verschickt!