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Dienstag, 2. August 2011

Unaufgeregter Ausflug auf hoher Thur

Schlechte Fotos - guter Eintrag? Eine Fahrt auf der Thur mit zwei nur halbwegs fahrtüchtigen Gummibooten verträgt sich nur schlecht mit einer teuren Spiegelreflexkamera. Die Kompaktkamera zeigte dann aber, wie gross der Unterschied zwischen einer SLR und einer kleinen Kamera ist - oder auch wie die Ansprüche steigen. Hier darum nur einige wenige (schlechte) Fotos und ein kurzer Bericht.

Zum Schweizer Nationalfeiertag fand mein Vorschlag, mit dem Gummiboot die Thur oder den Rhein (zweite Option) runter zu bööteln, erstaunlich starken Zuspruch. Nach harzigem Beginn musste ich sogar noch das zweite Gummiboot entstauben.

Jedenfalls entschieden wir uns, von Frauenfeld (eigentlich ja Warth) nach Andelfingen zu fahren. Mit dem Bus ging's vom Frauenfelder Bahnhof per Postauto an die Rohrbrücke. Bis dort klappte alles perfekt, nur das Wetter hatte noch Verbesserungspotential. Dann passierte aber schon das erste Missgeschick: Ich "legte" das eine Boot zu nahe an eine Feuerstelle und ein Ast durchbohrte die Seitenwand des Bootes. Dank Adrians Verhandlungsgeschick hatten wir bald einem Velofahrer das Flickzeug abgeknöpft... ...nun ging aber auch noch die Pumpe kaputt, so dass immer jemand die Löcher zuhalten und der andere pumpen musste. Dann ging es aber endlich los. Der Thurgauer Abschnitt ist zwar renaturiert, aber doch immer noch ziemlich gerade und unspektakulär. Man fährt aber durch das schöne Thurgauer Weinland und Entspannung ist angesagt.

Bald wir die Thur aber wilder. Kurven und tiefere Stellen. Auf einer steinigen Sandbank wird grilliert. Die Sonne kam auch endlich raus. Perfekt Beim Gruppenfoto mit Selbstauslöser schwammen mir die Flipflops davon... trotzdem (oder genau deswegen) wurde dies das beste Foto. Gemütlich geht's weiter Richtung Zürcher Kantonsgrenze. Schlussendlich hielt das reparierte Boot besser durch, als das noch ganze (aber doch schon einige Jahrzehnte alte) zweite Boot. Diese Schwelle markiert anscheinend gleich auch noch die Kantonsgrenze. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Idee gewesen wäre, vor dieser Schwelle aus zu steigen. Wir haben es aber auch so überlebt. Dank souveräner Steuerleistung... Mehr Fotos gibt es leider nicht. Ist vielleicht auch besser so. Gegen Andelfingen wird die Thur dann so richtig schön. Kurvige Strecke mit Badestränden, Wald, hohen Eisenbahnbrücken. Man kann neben dem Boot her schwimmen... und an diesem Tag gab es natürlich auch einige Funken und Feuerwerk.
Schlussendlich kamen wir erst relativ spät in Andelfingen an - ein erstaunlich schönes Städtchen. Hopp in den Zug und zurück nach Hause. Der Hund wartete zu Hause schon auf seinen Feuerwerks-Seelsorger.

Unaufgeregter Ausflug - unaufgeregter Eintrag. Ich werde aber sicher bald wieder einmal die Thur runter fahren. Zuerst aber eine neue Pumpe kaufen und das Boot flicken.
Schiff ahoi!

Freitag, 11. September 2009

Me and Tito in Medellín

Ich sitze hier mit meinem ersten kolumbianischen Freund in einem Appartement in Medellín und erhole mich. Tito sieht auch ziemlich entspannt aus. Aber der entspannt glaube ich sowieso den ganzen Tag. He has come a long way seit seinem Leben als Strassenkatze.

Das Einzige was ich bis jetzt von Medellín gesehen habe, ist die Aussicht vom Balkon. Die Stadt sieht ziemlich grün aus. Überall ragen die Hochhäuser aus dem Wald hinaus... Auch die Fahrt vom Flughafen war schön. Ziemlich kurvig, neblig und bergig. Krass waren einfach die Motorräder, die uns die ganze Zeit überholten. Donnerstag ist in Medellín anscheinend Töfflitag... und sie riskieren wirklich Kopf und Kragen.
Der Flug gestern war eigentlich ganz in Ordnung. Einfach ziemlich lang. Am Anfang hatte ich das Pech zwischen zwei ziemlich übergewichtigen Colombianas sitzen zu müssen. Zum Glück wollte dann die eine mit der anderen sprechen und wir wechselten die Plätze.

Super war auch, dass die beiden eine Stunde vor der Landung begannen, sich schön zu machen. Sogar das Wimpernbeugestahlfoltergerät kam zum Einsatz. Das gleiche wiederholte sich dann im nächsten Flugzeug vor der Landung in Medellín: Parfumsession von der sehr süssen Sorte.

So... um 10 00 kommt Anasol zurück. Dann geht's zum ersten Mal in die Stadt.

Zum Abschluss noch ein Foto von meinem Verabschiedungskomitee am Bahnhof Frauenfeld.

Mittwoch, 9. September 2009

Erster Eintrag: Frauenfeld-Medellín

Well here I sit. Ich habe endlich einen Namen für meinen Blog gefunden. Der ist zwar immer noch nicht besonders kreativ, aber jeder, der meine erste E-Mail Adresse kannte, sollte dahinter kommen, wieso mein Blog heisst wie er heisst.

Ich bin einigermassen vorbereitet: Die Kleider und die anderen Sachen, die ich mitnehmen möchte, liegen auf meinem Bett. Die Liste mit den Sachen, die ich mitnehmen möchte, liegt neben mir. Muss noch die Musik auf meinen Ipod laden, vielleicht noch mein Arbeitszeugnis für die belgische Botschaft fertig schreiben. Gestern habe ich sogar zum ersten Mal in den Reiseführer reingeschaut...

Morgen um 11 55 fliegt mein Flug von Zürich nach Madrid. Von da geht's weiter nach Bogotá. Um 21 50 Lokalzeit lande ich dann in Medellín. Da sollte mich dann Anasol abholen, das ist eine Kolumbianerin, die in Frauenfeld einmal ein Austauschjahr gemacht hat... ah ja... ein Geschenk für sie müsste ich heute auch noch kaufen.

Am nächsten Montag sollte dann mein Spanischkurs anfangen... falls alles klappt jedenfalls. Habe schon lange nichts mehr von meinen Freunden bei EAFIT gehört. Aber ich kann ja diesen Freitag bei denen vorbei gehen.

So... ich möchte jetzt nicht mehr mit langweiligen Facts langweilen. Ich hoffe die Posts werden bald etwas spannender. Tchô, tschüss, bis bald...

Ah ja: Noch ein Foto, das überhaupt nichts mit dem Eintrag zu tun hat... aber sonst sieht die Seite so leer aus...