Samstag, 29. Januar 2011
Cabalgatas und Guatapé... otra vez
Donnerstag, 7. Januar 2010
Einige Neuigkeiten: 2010, Guatapé, Chávez brennt! und Manuel auf einem Pferd
Zuerst einmal: Es guets Neus, Feliz Año, Gelukkig Nieuwjaar, Bonne Année, Happy New Year und alles Gute fürs folgende, neue Jahrzehnt!
Es gibt einige Neuerungen in meinem Blog. Zuerst einmal habe ich eine Suchmaschine eingebaut, damit man einen Begriff, z.B. "Pelikan", eingeben und den Blog durchsuchen kann. Zudem habe ich die Einträge endlich mit Labels versehen, die unten an jedem Eintrag stehen.
Ausserdem habe ich in letzter Zeit einiges aktualisiert: Die Einträge zu Ciudad Perdida haben nun Text, Taganga hat nun Fotos und vieles vieles mehr!
Last but not least befindet sich nun in der rechten Spalte unten und unterhalb des letzten Eintrages ein Google-Werbeblock. Wenn ihr also fleissig draufklickt, dann verdiene ich vieeeel Geld. Nun zu den interessanten Sachen: Die letzten paar Wochen.
Hier ein Foto von Anasol und ihren Freunden im Bonuar gleich neben dem neuen Museo de Arte Moderno (MAMM).
Wir waren auch in der Ausstellung Bodies in Medellin - eine abgespeckte Version der Körperwelten Ausstellung von Günther von Hagen. Ich bekam das beklemmende Gefühl während der Ausstellung nicht los...
Zurück zur Geschichte: Neujahr feierten wir in der Finca der Tante Anasols am Stausee von Guatapé. Aus Tradition kaufen viele Kolumbianer eine Puppe, um das alte Jahr zu verbrennen. Chávez und Piedad Córdoba sind ziemlich populär... Chávez machte das Rennen.
Anasol mit ihrem Cousin Estéban: Ziemlich besoffen und seit vier Stunden frisch verliebt. Schlief kurz danach auf dem frischen Salat ein...
Die Familie mit Chávez
Fleisch "para picar"... Apéretif sozusagen
Kurz vor der Abfahrt von den Eltern von Anasol aus nach Guatapé
Chávez brennt
Am nächsten Tag: Miguel springt von der Brücke
Und ich bin an der Reihe
Endlich schaffte ich es, mit nur einem Ski zu starten
Estéban
Auf dem Weg zurück
Das Jahr 2010 wurde gleich mit einer Revolution eingeläutet: Ich sass auf ein Pferd! Monica hatte Geburtstag und lud uns zu einer Cabalgata ein.
Man beachte den glücklichen Ausdruck auf meinem Gesicht Mein Pferd: Noch lahmer als die anderen Pferde und dazu noch aggressiv und bissig... Fazit der Aktion: Das nächste Mal werde ich mit Anasol und guten Pferden reiten gehen, um wirkliche Erfahrungen zu sammeln.
Zu guter Letzt: Seit einigen Wochen hat Anasol einen Gast auf dem Balkon. Eine Palomita machte ein Nest und es ist ein kleines Täubchen geschlüpft...
Und es wächst und wächst... dies ist nur einige Tage später.
Ente gut, alles gut!
Dienstag, 17. November 2009
Del Hospital en Medellín al Lago de Guatapé
Ich habe jedenfalls nicht nur als Pizzaiolo gearbeitet...
Eine Schwester verpasste mir dann ein Medikament, dass mich für die nächsten zwei (und teilweise auch für den dritten) Tage noch flacher legen sollte. Nach ein paar sehr langen Stunden konnte ich dann endlich mit dem Taxi nach Hause. In der Zwischenzeit hatte die Schweizer U17 Kolumbien mit 4:0 geschlagen...
Nach diesen zwei schrecklichen Tagen, der auch unseren Plan, für das verlängerte Wochenende an die Pazifikküste zu fahren, komplett tötete, war Entspannung angesagt...
Wieder mal wurde jedenfalls ein Tier auf der Finca geputzt.
Am nächsten Tag fühlte ich mich schon wieder ein wenig fitter und wir fuhren wieder mal nach Guatapé.
Paco, der Hund der Tante von Anasol Paco und ich
Endlich habe ich es an diesem Wochenende geschafft auf einem Ski zu fahren... und das Feeling ist etwa zweimal so genial wie auf zwei Ski. Hier die Freundin von Miguel, die auch zum ersten Mal mit nur einem Ski fuhr.
Anasol posiert... und liegt etwa zwei Hundertstelsekunden nach diesem Foto im Wasser
Und das wäre dann ich... "Como un zancudo en el agua"
Da die Tante und der Onkel die EPM-Rechnung nicht bezahlt hatten (die Ausrede: Nie eine Stromrechnung erhalten), verbrachten wir den Abend im Kerzenschein.
Der nächste Tag: Es wird weiter Wasserski gefahren. Und hier eine letzte Aussicht auf La Piedra
Heute war ich noch bei DAS, der Stelle, die dafür zuständig ist, die Touristenvisa zu verlängern. Für 70'000 Pesos und nach zwei Ausflügen in die Wartehalle wurde mein Visa für einen Monat (!) bis zum 10. Dezember verlängert. Das nächste Mal muss ich eine andere Lösung suchen. Da ich mich am Donnerstag eigentlich (endlich!) Richtung Karibik verabschieden will, bietet sich ein Ausflug nach Venezuela an...
Montag, 19. Oktober 2009
Raclette, Sancocho und Machos: Guatapé und Medellín
Übrigens: Auf der Suche nach einem speziellen Kinoerlebnis? District 9 aus Südafrika ist eine Mischung zwischen Independent Movie, Dokumentation, Science Fiction und Horrorfilm... ziemlich verwirrend und man fragt sich am Schluss, ob man das, was man gerade gesehen hat, gut findet oder nicht. Definitiv ein zukünftiger Klassiker.
Kapitel I - Raclette
Nachdem ich schon in einem Restaurant mit dem Namen "Fondues and Crepes" (keine Ahnung wie man auf diese Kombination kommt) ein ziemlich gummiges Fondue gegessen habe, war diese Woche Raclette an der Reihe... etwas fader Käse, aber definitiv besser als das Fondue.
Es gibt hier übrigens eine ziemlich grosse Firma mit Namen Alpina (ziemlich krasse Website... bitte nicht mit einem 56K Modem öffnen), die 1945 durch zwei Schweizer gegründet wurde und Milchprodukte herstellt. Vielleicht hätten wir besser Alpinakäse genommen...
Wieder einmal Guatapé. Dieses Mal aber mit der ganzen Familie. Familie heisst hier: Einige Tanten von Anasol und deren Cousins und Cousinen... was ja in der Schweiz meistens Unbekannte sind und nichts mit "Familie" zu tun haben. Die Ausrede sich in der Wochenendfinca Tante von Anasol zu Treffen war die Natillera.
Zu Essen gab es Sancocho. Dies ist grundsätzlich eine Suppe, in welcher ziemlich viel Fleisch (und Knochen), Mais, Yucca und noch anderes Zeug rumschwimmt. Man isst die Suppe zusammen mit Avocado und Arepa (das ist ein Maisbrot, das die Paisas die ganze Zeit essen). Wirklich fein... und natürlich deftig.
Sonst haben wir den Sonntag mit ziemlich viel Wasserskifahren (meine Versuche mit einem Ski sind leider missglückt) und Schwimmen verbracht. Als "Cousin" von Roger Federer in einer Familie voller Federerfans wurde ich sowieso sofort akzeptiert, auch wenn sie etwas irritiert waren als sie meine "Nadal"-Badehosen sahen.
Auf der Terrasse der Finca
Kapitel III - Machismo
Letzte Woche hat mir EAFIT mitgeteilt, dass mein Kurs nicht mehr durchgeführt wird. Nach zwei Tagen Suche habe ich nun einen Privatlehrer, Daniel Rodriguez, der mir pro Tag zwei Stunden Spanisch gibt.
Daniel ist ein Paisa mit argentinisch-kroatischen Wurzeln, der in Argentinien eine Filmschule besucht hat und nun in Medellín Spanisch und Englisch unterrichtet und nebenbei einige kulturelle Sachen macht. Bis jetzt waren die Stunden ziemlich gut und natürlich intensiv. Am Lehrer liegt's jedenfalls nicht, dass der Schüler mit ein wenig mehr Disziplin seine Aufgaben machen sollte.
In unserer ersten Stunde in seiner Küche, gab Daniel mir einen sehr guten Artikel, der 2006 in einer kolumbianischen Zeitschrift (Semana) erschienen ist: El enigma de ser colombiano.
In diesem Artikel (der übrigens sehr zu empfehlen ist) geht es um die Resultate des World Value Survey. Dies ist eine Studie, welche den Wechsel von kulturellen und anderen Werten international vergleicht (wirklich ziemlich spannend... zum Beispiel sollte man sich die Grafik zur "Inglehart-Welzel Cultural Map of the World" einmal anschauen). In Kolumbien ist der World Value Survey ziemlich berühmt, weil es in 2006 zum wiederholten Mal die Statistik der glücklichsten Länder der Welt anführte - trotz Krieg, Armut und allen anderen Problemen.
Der Artikel von Semana endet mit der Schlussfolgerung, dass der Kolumbianer grundsätzlich ein widersprüchliches Wesen ist. Für mich persönlich am auffälligsten ist diese Widersprüchlichkeit, wenn es um Sexualität geht. Auf der einen Seite ist das hier ein riesiges Tabu, auf der anderen Seite dreht sich hier alles um dieses Thema.
Wenn man zum Beispiel in einer Bar ist, dann kommt es öfter vor, dass sich zwei erwachsene Personen aufs wildeste abknutschen (Sex ist oft nicht mehr weit entfernt), wie es in der Schweiz höchstens Teenies im Kino machen. Das krasse ist, dass auch die Sofas in der Bibliothek dafür gebraucht werden... und die (anscheinend) die Büsche auf dem Cerro El Volador... und die Bänke im Parque de los Deseos, auf denen man in der Nacht eigentlich die Sterne beobachten sollte. Und dies alles nur, weil die Männer keine Möglichkeit haben, ihre Freundinnen nach Hause zu nehmen (umgekehrt ja schon gar nicht!).
Na ja, es gäbe noch viel darüber zu schreiben. Um mir aber nicht die Finger zu verbrennen, zitiere ich wohl am besten die (ziemlich kontroverse) Machismo Theorie von Daniel: Laut Daniel hat der durchschnittliche kolumbianische Macho eine Frau (in der "Grafik" wäre dies das obere Pärchen), welche die Mutter seiner Kinder ist und die Seele seines Haushalts. Diese Frau ist heilig und der Sex sauber und langweilig. "Meine Frau macht dies und jenes sicher nicht! Sie ist ja die Mutter meiner Kinder..."
Dies bedeutet aber, dass ein Macho eine zweite Frau für richtigen Sex braucht... das volle Programm. It so happens to be, dass diese Frau normalerweise auch wieder mit einen Mann verheiratet ist, mit dem sie langweiligen Ehesex hat. Auch dieser Mann ist auf der Suche nach einer zweiten Frau... und der Kreis schliesst sich.
Mit diesen paar Worten, ist das Thema natürlich noch lange nicht abgeschlossen (es gäbe noch die Silikonmanie, dicke Frauen in engen Kleidern, die Pornofilme, die am Eingang der Kirche im Parque Berrío - die Leute kommen direkt von der Messe - verkauft werden, etc pp.).